Start-up hejhej-mats erreicht Crowdfunding Ziel

»hejhej-mats haben erfolgreich ihr Fundingziel bei Startnext erreicht. Obendrein sind Anna und Sophie mit ihrer closed-loop Yogamatte aus Müll übers Ziel hinaus geschossen. 22.761 € haben die beiden Gründerinnen erreicht, das sind 2.761 € mehr als erwartet. 

Denise im Interview mit den beiden Gründerinnen Anna und Sophie von »hejhej-mats:


Glückwunsch zu eurem erfolgreichen Crowdfunding-Projekt! Bevor die Kampagne überhaupt zu Ende war, hattet ihr bereits euer Ziel erreicht. Habt ihr damit gerechnet?


hejhej-mats: Vielen Dank! Nein wir hätten auf jeden Fall nicht damit gerechnet, nochmal mehr als unser Crowdfunding Ziel zu erreichen. Das hat uns wirklich unglaublich gefreut.



Wie werdet ihr das Geld einsetzen?


hejhej-mats: Unsere Prototypen müssen noch etwas weiterentwickelt werden. Daher haben wir nun die finanziellen Ressourcen, um noch letzte Tests und Anpassungen vorzunehmen. Dann möchten wir mit diesem Geld natürlich auch unsere erste Produktionscharge finanzieren.



Eure Yogamatte wird aus Abfall produziert. Der Abfall soll später wieder in der Produktionskette einfließen, aber wie befreit ihr ihn von Gerüchen und Bakterien?


hejhej-mats: Gerade arbeiten wir noch in Hochtouren an der Erstellung unserer Matten. Tatsächlich haben wir aber bereits die Zusage, dass unsere Partner Fabrik die Matten auch wieder recyceln kann. Darüber waren wir natürlich sehr froh. Man arbeitet dabei vor allem mit Hitze, welche Gerüche und Bakterien abtötet, genaueres wird dann aber sobald wir unsere Matten fertig haben in den Angriff genommen.



Mit einer nachhaltigen Yogamatte bringt ihr in den Bereich Yoga nun noch mehr in den Einklang. Gehört eurer Meinung nach zu einer achtsamen Freizeitbeschäftigung wenn möglich nachhaltiges Equipment?


hejhej-mats: Wir machen ja beide super viel Yoga und das ist auf jeden Fall eine total achtsame Freizeitbeschäftigung. Da wir auch Nachhaltigkeitsmanagement studiert haben, fanden wir es tatsächlich sehr verwunderlich, dass so viele Leute, die Yoga ausüben zwar eigentlich nachhaltig leben, dann aber nicht über die Yogamatte nachdenken. Wir möchten diesen Leuten nun eine Lösung bieten, sodass sie Yoga und Nachhaltigkeit auch tatsächlich vereinen können.



Wo werdet ihr eure Yogamatten produzieren?


hejhej-mats: Designed und entwickelt haben wir unsere Yogamatten im Rahmen unseres Masterstudiums in Schweden, produziert werden sie zusammen mit einem deutschen Familienunternehmen. Skandinavisches Design trifft also auf made in Germany.



Die Frage ist vielleicht etwas forsch, aber ist auch die Produktion an sich nachhaltig? Nutzt ihr beispielsweise erneuerbare Energien oder kann Energie in eurem Produktionsablauf eingespart werden? Oder sind das noch Zukunftspläne?


hejhej-mats: Unsere Partner Fabrik legt sehr viel wert auf Nachhaltigkeit und versucht das Thema auch in der Produktion zu verankern. Hier wird der Energieaufwand so gering wie möglich gehalten und mit ISO Zertifikaten gearbeitet. Für uns ist eine komplett nachhaltige Einstellung super wichtig und das möchten wir auch bei hejhej-mats vermitteln und verankern.



Die Idee eines geschlossenen Produktionskreislaufes ist ziemlich genial. Es könnten sich eine Menge Unternehmen eine Scheibe Nachhaltigkeit bei euch abschneiden. Warum machen das eurer Meinung nach immer noch so wenige?


hejhej-mats: Es ist natürlich nicht der leichteste Weg. Viele Lieferanten, Produktionsfirmen sind Anfangs für uns sofort rausgefallen, weil sie beispielsweise in Asien produzieren oder wegen eines anderen Grundes nicht nachhaltig agieren. Die Entwicklung eines komplett nachhaltigen Produktes ist also auf jeden Fall herausfordernd und wir glauben, dass deswegen auch viele Unternehmen dann einfach den einfacheren Weg wählen und Nachhaltigkeitsaspekte vernachlässigen.



Was ist euer Tipp in Punkto Nachhaltigkeit, außer dem Erwerb einer »hejhej-mats? ;)


hejhej-mats: Das ist natürlich schwierig genau einen Tipp zu geben, Plastiktüten vermeiden und Fahrradfahren sind wohl so Standards. Wir würden aber sagen, dass es extrem wichtig ist anderen Leuten von dem Thema zu erzählen und sie vielleicht etwas inspirieren. So gibt es einen Menschen mehr auf der Welt, der sich Nachhaltigkeit zu Herzen nimmt und zu einer nachhaltigeren Zukunft beiträgt.



Vielen Dank für das Interview!

Nun kann es also losgehen, denn pro produzierter Yogamatte wollen »hejhej-mats 1,5 Kilogramm Müll einsparen und somit ein nachhaltiges Statement setzen. Überzeugend ist nicht nur die Idee eines geschlossenen Produktionskreislaufes, sondern auch das Skandinavische Design mit marmorierter Optik. 

Ich wünsche den beiden weiterhin so viel Ideenreichtum und erstmal einen zauberhaften Start mit »hejhej-mats.

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